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»UHC gegen Doping

„Es ist nie zu früh, Gesundheit zu schützen“ Deutscher Unihockeybund stellt sich seit einem knappen Jahr dem Thema Doping und hat ein dichtes Kontrollnetz aufgebaut.

Als nach Bjarne Riis im vergangenen Jahr auch die prominenten Radprofis Erik Zabel und Rolf Aldag sich des Dopings schuldig bekannten, traten sie eine Lawine los, die dem Radsport wohl endgültig den Makel des Betrugs verpasste. Allein sind die Radsportler damit nicht. Im schmutzigen Doping-Spiel ist immer mal wieder ein anderer Sport mit von der Partie. Das bislang nicht olympische und vergleichsweise junge Unihockey allerdings ist geradezu jungfräulich, was Skandale dieser Art betrifft. Kein Grund für den Sport, sich des Themas nicht schon jetzt ernsthaft anzunehmen und mit einem in der deutschen Sportlandschaft einmaligen Verfahren seine Aktiven in großer Breite zu testen.

Als die Döbelner auf heimischem Parkett gegen den CFC Leipzig verlieren, ist auch David Makin dabei. Allerdings weniger, um das Spiel zu verfolgen. Taucht der Trainer der Chemnitzer Floor Fighters bei einer Begegnung auf, wissen die meisten Bescheid – Dopingkontrolle. Seit April des vergangenen Jahres ist der gebürtige Schwede als Verantwortlicher der Medizinischen Kommision des Deutschen Unihockeybundes (DUB) unterwegs, um bei Punktspielen und im Training hauptsächlich die rund 280 Mitglieder des Kontrollpools zu testen. Unterstützt wird er von momentan vier weiteren Kontrolleuren – allein zwei davon kommen aus den Reihen des UHC Döbeln. Für Stefan Liers und Uwe Wolf, die beide nicht nur als Bundesligaspieler, sondern auch als Schiedsrichter in ihrem Sport aktiv sind, war es eine Frage der Ehre, auf diese Art ihren Standpunkt zum Thema klarzumachen. Selbst Mitglied des Kontrollpools, zu dem hauptsächlich die Spieler der Bundesliga-Teams und Mitglieder der Nationalteams gehören, haben auch sie sich im Vergleich zu allen anderen im DUB organisierten Sportlern zusätzlichen Verpflichtungen unterworfen. In einer Unterstellungserklärung unterschreiben sie, sich mindestens einmal im Monat über die Liste der verbotenen Substanzen zu informieren, sich vom Training und in den Urlaub abzumelden, Kontaktdaten zu hinterlassen. Selbst nicht zu dopen wird vorausgesetzt und steht als erster Punkt auf der Liste.

Um flächendeckend und trotzdem preiswert testen zu können – weil Unihockey noch nicht olympisch ist, fehlen dem Sport entsprechende Zuschüsse aus dem Deutschen Olympischen Sportbund – hat der DUB gemeinsam mit verschiedenen Firmen ein eigenes Prüfverfahren entwickelt. „Es handelt sich dabei um ein Vorscreening und das Verfahren stammt ursprünglich aus der Drogendiagnostik“, erklärt Makin. „Ist der getestete Sportler sauber, ist keine Weiterleitung einer weiteren Probe an eines der beiden in Deutschland von der Nationalen Anti Doping Agentur akkreditierten Labore nötig.“ Auf diese Weise ist der DUB in der Lage, trotz fehlender Finanzen unter allen deutschen Sportbünden die meisten Tests durchzuführen und so ein dichtes Kontrollnetz zu halten.

Rund 70 Tests waren es bis Dezember 2007, nachdem der DUB im April vergangenen Jahres beschloss, sich selbst einer flächendeckenden Doping-Kontrolle zu unterwerfen – und damit auch den Protest einiger seiner Vereine in Kauf nehmen musste. Doch einer der Gründe für die Kontrollen ist der Wunsch, olympisch zu werden. Der Internationale Floorballverband hatte den Code der World Anti Doping Agency (WADA) deshalb bereits unterzeichnet und verlangt von seinen Mitgliedern – der DUB gehört dazu – die Umsetzung des Codes. „Für manchen unter uns war es zu früh“, sagt Makin, für den es allerdings nicht nur eine Frage der Ethik ist, als Sportler auf verbotene Substanzen zu verzichten, sondern auch eine der Gesundheit. „Und es ist nie zu früh, die Gesundheit unserer Sportler zu schützen“, betont der Physiotherapeut und verweist nebenbei auf spektakuläre Todesfälle – wie Tom Simpson 1967 bei der Tour de France – die auf Medikamentenmissbrauch zurückzuführen sind und Ursprung für die Anti-Dopingbewegung sind.

Dass es seit Beginn ihrer Tests erst eine positive Trainingskontrolle gab, freut David Makin, der auch auf die Fehlerquote des Screenings von unter einem Prozent verweist. „Wir hatten mit mehr Fällen gerechnet – vor allem auch mit unbewusstem Medikamentenmissbrauch.“ Seine Sportler vor diesem zu schützen, ist eine der wichtigsten Intensionen des DUB bei der breit angelegten Kampagne, bei der es nicht darum gehe, viele Bußgelder einzufahren, sondern vor allem präventiv zu wirken. „Leider ist es so, dass bei uns auch viele Ärzte noch immer sehr unbedacht mit dem Thema umgehen“, sagt er. „Es gibt Sportler, die Medizin schlucken, ohne zu wissen, welche Wechselwirkungen diese unter extremer körperlicher Anstrengung verursachen können.“ Die Rede ist im schlimmsten Fall von Atemstillstand und multiplem Organversagen. Die Anfragen bei der extra als Informationsmöglichkeit geschalteten Hotline des DUB seien inzwischen massiv. „Die Sportler wissen jetzt, dass wir testen und nicht bluffen. Und schauen deshalb sehr viel genauer darauf, was sie einnehmen.“

Genau diese vorbeugende Wirkung ist es, die auch Stefan Liers mit seinem ehrenamtlichen und zum Teil zeitaufwändigen Einsatz als Kontrolleur verbindet. „Natürlich sind die Tests für viele am Anfang neu gewesen, doch es wird hingenommen und die meisten sehen es inzwischen recht locker“, kann der 20-Jährige berichten, der selbst auch schon getestet wurde und persönlich noch nie den Gedanken hatte, mit Medikamenten sein Leistungsvermögen zu steigern. „Wenn man es nicht durch Training schafft, sollte man etwas anders machen“, erklärt er. „Außerdem machen wir Sport, um Spaß zu haben.
(Manuela Engelmann)

Döbelner Allgemeine Zeitung (00.00.2008)

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