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• Wahl-Döbelner Uwe Wolf

Wenn Leidenschaft auf die Einsicht trifft, dass etwas sein muss

Wahl-Döbelner Uwe Wolf hat den Trainerposten bei Floorball-Bundesligist UHC Döbeln bezogen und hängt dafür seine aktive Laufbahn in der Königsklasse an den Nagel

Döbeln. Wenn seine Mannschaft ein tolles Spiel hingelegt hat und vom heimischen Publikum gefeiert wird, schlagen jetzt zwei Herzen in Uwe Wolfs Brust. Der Vollblut-Floorballer, der seit 16 Jahren mit dem Stock auf Torejagd geht, freut sich natürlich mit dem Team. Doch ein wenig fühlt er sich auch außen vor. Denn als Trainer einen Sieg zu landen, ist eben nicht das Gleiche wie auf dem Spielfeld aktiv dafür gekämpft zu haben. Zumindest sieht Uwe Wolf das so. Noch kann der 25-Jährige nicht ganz abschließen mit dem Gedanken, in der Bundesliga auf Torejagd zu gehen. Doch Uwe Wolf zeichnet neben seiner Leidenschaft für den Unihockeysport noch etwas anderes aus: die Bereitschaft, seine eigenen Bedürfnisse dem Vereinwohl unterzuordnen.
Kritische Zungen bezeichnen es als Sprachfehler: „Nein“ zu sagen, fällt dem gebürtigen Dresdner nämlich unglaublich schwer. Deshalb befindet er sich momentan auch in einer Ausnahmesituation: Fünf Mannschaften betreut er paralell. Darunter das deutsche U19-Nationalteam – eine Aufgabe, die den jungen Mann mit der B-Trainer-Lizenz herausfordert und ihm organisatorisch so manche Höchstleistung abfordert. Die Regionalliga-Herren des UHC Döbeln waren von vornherein sein Gebiet als Coach. Die U15- und die U13-Mannschaft des Vereins gemeinsam mit Laura Hönicke zu betreuen – das hat sich nach einem gemeinsamen Trainingslager ergeben.
Zuletzt kam die für ihn persönlich wohl einschneidendste Aufgabe dazu: Das Bundesligateam des UHC trainertechnisch aufzufangen, nachdem sich die Mannschaft mitten in der Saison von dem Schweizer David Makin getrennt hatte. Für ihn war es keine Frage, das zu tun, was die Mannschaft gemeinsam beschlossen hatte – ihr Trainer zu sein. „Es geht schließlich um den Verein“, sagt Uwe Wolf, der sich bereits in Dresden auf diesem Gebiet stark engagiert hatte und 2005 nach Döbeln gewechselt war.
Dieser neue Teil seiner Arbeit für den UHC geht über den bloßen zeitlichen Aufwand hinaus und greift in seine ganz persönliche Entwicklung ein. „Gleichzeitig Spieler und Trainer in einer Mannschaft zu sein, das funktioniert nicht“, weiß der 25-Jährige, der nach einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann jetzt gerade sein Abitur nachholt und dafür täglich nach Freiberg fährt. Diese Erfahrung hat er nämlich schon gemacht. Bevor David Makin zu den Döbelnern kam, war Uwe Wolf als Technik-Taktik-Coach in das Trainerteam der Bundesligisten gekommen. Und spielte trotzdem weiter mit. „Doch auf dem Feld bist du einfach zu sehr auf dich selbst konzentriert.“ Obwohl er sich auch als aktiver Floorballer gern noch weiterentwickelt hätte, spielt er jetzt nur noch Regionalliga und springt in der Bundesliga lediglich ein, wenn Not am Mann sein sollte. Wie am vergangenen Wochenende, als der UHC den Tabellenführer Weißenfels so nah wie nie an den Rand einer Niederlage brachte, allerdings schon im ersten Drittel das Verletzungspech über die Döbelner herein brach. Die Leistung, die seine Mannschaft dort gezeigt hat, stimmt den ruhigen und an der Trainerbank eher unauffälligen Wahl-Döbelner optimistisch für die nächste Saison. Inzwischen ist auch klar, dass die Döbelner weiter 1. Bundesliga spielen wollen und nicht freiwillig absteigen werden, um in der 2. Bundesliga mal wieder einen anderen Wind zu spüren, als immer nur im hinteren Tabellenfeld mitzuspielen.
Dass sie genau dort wegkommen können, davon ist Uwe Wolf überzeugt. Und er für seinen Teil wird alles dafür tun. Seine eigenen Erfahrungen als Spieler kommen ihm bei dieser Aufgabe zugute, auch jene, die er unter David Makin gemacht hat. Er ist ein Grübler, ein Denker, einer, der alles hinterfragt, was auf dem Feld passiert. Als Spieler kann das hinderlich sein, als Coach ist es von Vorteil. Uwe Wolf will, dass seine Spieler immer wissen, warum sie etwas trainieren. Dass sie die Technik verinnerlichen, um auf dem Feld Zeit zu haben, den Überblick zu behalten. Wie schwer das ist, weiß er selbst aus eigener Erfahrung.
„Akribisch“ und „Workaholic“ sind Begriffe, die anderen einfallen, wenn sie ihn beschreiben sollen. Dass er sich die Nächte um die Ohren schlägt, um nicht nur die Dinge zu schaffen, die er möchte, sondern auch jene, die er bewältigen muss, das ist für den 25-Jährigen normal. In diesem Jahr will er sein Abi machen, danach entweder Sport und Mathe auf Lehramt studieren oder eine Ausbildung zum Sozialpädagogen beginnen. Nebenher geht er arbeiten. Und dann fünf Mannschaften betreuen. Ist das nicht alles zu viel? „Schon, und auf Dauer wird es nicht gehen“, weiß er. Doch diesen Gedanken schiebt er jetzt erst einmal weit von sich weg.
Manuela Engelmann (Döbelner Allgemeine Zeitung 20.02.2010)

Außen vor? Für Uwe Wolf (Mitte) spielt sich Floorball zukünftig vor allem auf der Trainerbank ab. Nur in der Regionalliga will der 25-jährige noch aktiv spielen. Foto:  ME

Außen vor? Für Uwe Wolf (Mitte) spielt sich Floorball zukünftig vor allem auf der Trainerbank ab. Nur in der Regionalliga will der 25-jährige noch aktiv spielen. Foto: ME

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